Liangati Mubula

Das Liangati Mubula Projekt wurde durch die Mitglieder Liangati Women Nutrition Group initiiert. Ziel der Gruppe ist es die Ernährungssituation der Menschen vor Ort zu verbessern und lokale Früchte zu nutzen. Die lokalen Früchte sollen nicht länger verrotten, sondern es sollen neue Produkte auf Basis des lokalen Wissens entstehen. Dafür bietet sich die Verarbeitung von Mubula Wildfrüchten als erster Schritt an.

Diese Früchte wachsen an Bäumen in den ländlichen Regionen Sambias und anderer afrikanischer Länder. In einem ersten Test konnten durch die Früchte Marmeladen, Säfte, verschiedene Trockenobstprodukte, Fruchtpulver, getrocknete Schalen und Nüsse hergestellt werden. Die traditionelle Herstellung ist dabei sehr mühsam, wie die beiden im Jahr 2016 entstandenen Filme verdeutlichen.

Die Produkte aus der Mubula Frucht sind deshalb etwas ganz Besonderes, weil die Früchte in Sambia bekannt sind und deshalb die Produkte sehr gut vermarktet werden können. Sie reduzieren die Abhängigkeit von ausländischen Produkten und können die weltweite Vielfalt erhöhen.

Zur kommerziellen Verarbeitung müssen jedoch noch geeignete Technologien identifiziert werden. Erst danach ist eine Produktion in größerer Stückzahl möglich.

Ziel des Projekts ist es daher, dass die Menschen vor Ort die Verarbeitung der Früchte selbst durchführen können und lokale Wertschöpfung gesteigert wird. So wird ein Beitrag zur Angleichung von Einkommensungleichheiten im ländlichen Sambia geleistet und Armut bekämpft. Außerdem wird durch die Nutzung der Früchte die vermehrte Abholzung der Bäume verringert und der Klimawandel bekämpft.

Die Verarbeitung der Früchte soll durch regenerative Energien geschehen.

Das Projekt unterscheidet sich von anderen Projekten der ländlichen Entwicklungsförderung, da es auf vorhandenen Ressourcen und den Wünschen der Menschen aufbaut. Viele andere Projekte versuchen bestehende internationale Wertschöpfungsketten zu verbessern oder in zusätzliche Regionen zu übertragen.

Die Liangati Women Nutrition Group wird durch EAT global e.V. und lokale Einzelpersonen untersützt. Die Unterstützungsleistung bezieht sich insbesondere auf Beratung hinsichtlich

  • Verarbeitungsmethoden,
  • Aufbau der notwendigen Infrastruktur,
  • Vermarktungsansätze,
  • Sicherstellung benötigter Finanzmittel.

Die bisherige Finanzierung der geleisteten Unterstützung basiert auf privaten Eigenmitteln und dem persönlichen Engagement der beteiligten Personen. Freunde stellen Unterkunft, Zelte, Fahrzeuge, Zeit, Wissen und moralische Unterstützung zur Verfügung.